Strategie

Zielgruppe Millennials und Gen Z – wie sie ticken, was sie wünschen

27.09.2018
Lesedauer ca. 3 Min.
Autor: POINT MINDEN

In einer nicht repräsentativen, aber trotzdem inhaltlich interessanten Untersuchung hat die Video-Plattform VidMob 1.000 16- bis 24-Jährige (Gen Z) und 1.000 25- bis 34-Jährige (Millennials) zu einer Reihe von Problemen im Zusammenhang mit ihrem Online-Verhalten, einschließlich ihres Verhaltens in Bezug auf soziale Medien und Videowerbung befragt.

Promiwerbung flaut ab

Unter anderem kam heraus, dass Influencer, trotz abnehmendem Interesse an Promi-Beziehungen, immer noch Auswirkungen auf die Gen Z haben. Bei den Millennials spielen diese mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle.

Die Umfrage ergab auch, dass Anzeigen, mit denen junge Erwachsene häufiger interagierten, diejenigen waren, die einen ähnlichen Geschmack oder Stil aufweisen (55 Prozent) als Anzeigen mit einem prominenten Testimonial (45 Prozent) oder gleichaltrigen Personen (29 Prozent). Dies steht im Gegensatz zu traditionelleren Methoden der Personalisierung, z. B. dem Abgleich von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft oder dem Namen einer Person.

Bitte keine ständigen Wiederholungen

Zwischen den beiden Altersgruppen gab es dabei doch deutliche Abweichungen. Zum Beispiel reagieren 41 Prozent der Nutzer der Gen Z auf Anzeigen, die sie für „schön“ halten, im Vergleich zu nur 32 Prozent der Millennials.

Die Studie ergab, dass 44 Prozent der Nutzer von Gen Z verärgert sind oder Marken ablehnen, wenn sich deren Anzeigen übermäßig wiederholen, während das für 34 Prozent der Millennials ein kompletter Deal-Breaker ist.

Fast die Hälfte der Millennials (48 Prozent) bevorzugen kürzere Videos im Vergleich zu 34 Prozent der Gen Z, die sich hauptsächlich für gute Musik interessieren.

Storytelling kommt an

Die Untersuchung lieferte auch Erkenntnisse darüber, wie diese Zielgruppen soziale Medien nutzen. Beide Gruppen verbrachten 2017 42 Prozent mehr Zeit mit Social Media als im Jahr 2016. Storytelling auf allen Plattformen steht bei beiden Zielgruppen sehr hoch im Kurs. Ganze 70 Prozent von Gen Z schauten sich regelmäßig Stories auf Snapchat und Instagram an.

In diesem Zusammenhang scheint Lachen die beste Medizin zu sein, denn 56 Prozent der Gen Z-Frauen bevorzugen Humor gegenüber Prominenten-Videos (nur 17 Prozent).

Fazit

Soziale Nutzer werden mit Inhalten bombardiert und es ist für Werbetreibende heute schwerer denn je, Aufmerksamkeit zu erregen, insbesondere die der Gen Z.

Alle, die mit jüngeren Zielgruppen interagieren möchten, sollten sich im Klaren darüber sein, dass vor allem die emotionale Ansprache und ein zeitgemäßer Stil ganz wesentliche Kriterien für den Erfolg sind. Und dass die Kommunikation wirklich das Lebensgefühl und die Selbstwahrnehmung der jungen Zielgruppen widerspiegelt.

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