Gemischtes, Marketing

WETTBEWERBSPRÄSENTATIONEN – NO-GOS AUS AGENTURSICHT

01.10.2015
Autor: POINT MÜNCHEN

Auch Werbeagenturen sind Wirtschaftsunternehmen. Die Teilnahme an einer Wettbewerbspräsentation um einen Gesamt- oder einen größeren Teiletat ist für sie eine Investition mit ungewissem Ausgang. Das sollte man sich als Auftraggeber vergegenwärtigen.

Unterschätzter Umfang

Für ein Pitchhonorar von beispielsweise 4000,- Euro kann man eine schöne Präsentation aufbauen und halten, aber um die Inhalte einer Präsentation zu erstellen, bleibt da nicht viel übrig. Wenn strategische Planung verlangt wird, etwa in Form einer Kommunikationsstrategie, die einen breiteren Medienmix berücksichtigen und vernetzen soll, wenn grundsätzliche Gestaltungen, Textvorschläge, Werbemittellayouts, vielleicht noch die Definition einer Bildsprache oder eines Wordings hinzukommen, Layoutspots für Radio oder TV, die Struktur und Optik einer Internetseite, Aktionsideen…selbst mit der Hälfte dieser Aufgaben stehen schnell 20000 bis 50000 Euro auf der Uhr. Hinzu kommt, dass sich ein neuer Kunde für die Agentur im ersten Jahr der Zusammenarbeit, in dem sich alles noch einspielen muss, unter dem Strich oft nicht rechnet.

Faire Fakten

Natürlich versucht auf der anderen Seite das beauftragende Unternehmen, sein Risiko so gering wie möglich zu halten. Das ist aber schon durch ein gründliches Agenturscreening zu gewährleisten, Referenzprüfung, Agentur-Besichtigung, Kennlerngespräche. Immerhin werden über 80 % der Etats ohne Pitch vergeben.

Kommt es aber zum Pitch und die Agenturen sollen wie beschrieben in Vorleistung gehen dann sollten sie für ihre Teilnahmeentscheidung auch die Fakten können. Hier die No-Gos aus Agentursicht:

  • Keine Etatangabe
  • Keine oder falsche Auskunft über die Zahl der pitchenden Agenturen
  • Die Präsentation erfolgt nicht vor den letztendlichen Entscheidern
  • Die Entscheider sind zugegen, kennen aber das Briefing nicht

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