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WEIHNACHTSGESCHENKE – BESCHERUNG VS. BESTECHUNG

14.12.2015
Autor: www.businessandmore.de, www.wiwo.de, www.handelsblatt.com

„Respekt, Herr Becker, Sie waren in diesem Jahr wohl besonders artig, was?“ Markus Becker ist Einkaufsleiter und hat gerade eine Kiste Wein von einem potenziellen Lieferanten geschenkt bekommen. Die Kollegen in der Abteilung sind leer ausgegangen und schalten in den Neid-Modus. Herr Becker befindet sich in einer misslichen Lage.

Besonders problematisch ist, dass er der Einzige in der Abteilung ist, der vom Lieferanten bedacht wurde. Hätten alle etwas bekommen, kein Problem. Ein Geschenk an einen Einzelnen aber – besonders im Vorfeld von Verhandlungen oder einer Auftragsvergabe – müffelt immer ein wenig nach Bestechung. Und das unabhängig von der Jahreszeit. Unangenehm kann es für beide Parteien sein: Der Beschenkte weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Den Schenker könnte ein etwas unseriöses Image umwehen.

Ab 100 € wird’s brenzlig – spätestens

Es gibt keine gesetzlich festgelegte Grenze. Ist allerdings im Arbeitsvertrag festgeschrieben, dass der Mitarbeiter keine Präsente annehmen darf, könnte schon ein geschenkter Kuli zu Problemen führen. Häufig liest man von einer steuerlichen Wertgrenze von 35 Euro, aber auch die ist nicht verbindlich.
Merken sollten Sie sich (unabhängig von Ihrem Arbeitsvertrag): Präsente von Geschäftspartnern im Wert von 20 bis 30 Euro gelten in der Regel als unbedenklich. Spätestens wenn aber ein Geschenk von über 100 Euro auf Ihrem Schreibtisch landet, sollten Sie mit Ihrem Vorgesetzten oder Ihrer Geschäftsleitung sprechen.
Unser Tipp an Abteilungsleiter Becker: Weinkiste behalten, sich artig bedanken und die Flaschen in der Abteilung verteilen. Oder, noch besser, nach Feierabend mit den Kollegen austrinken.

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