Digital, Internet

Webdesign-Trends 2017

20.12.2016
Autor: POINT MÜNCHEN

Das World Wide Web entwickelt sich rasant. Das gilt sowohl für die Technologien und das Nutzungsverhalten als auch für das Design der Internetseiten. Trends kommen und gehen zwar, verdienen aber auf jeden Fall eine genauere Betrachtung.

Endlos scrollen oder „Infinite Scrolling“

Klicken oder scrollen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Webdesigner seit der Erfindung des World Wide Webs. Die äußeren Umstände begünstigen jetzt das Scrollen, denn Smartphones und Tablets haben keine Maus mehr, klicken ist deshalb aus der Mode gekommen. Es wird ersetzt durch das „über den Bildschirm wischen“.

Scrollen, beziehungsweise Wischen, geht rasend schnell, sodass die Länge der Webseite keine Rolle mehr spielt. Einige Unternehmen packen inzwischen sogar alle Inhalte auf genau eine Seite. Das One-Page-Design, auch bekannt als seitenloses Design, verzichtet komplett auf Klicks.
Seitenloses Design eignet sich vor allem für kleine Unternehmer, wie Freiberufler, Alleinunternehmer, Handwerker oder Dienstleister. Bietet das Unternehmen eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen an, stößt das seitenlose Design jedoch an seine Grenzen. Unterschiedliche Kategorien oder eine Menge von Abbildungen lassen sich ebenfalls schlecht umsetzen.

Letztes Jahr gab es ein neues Google-Update, das Webseiten ohne mobile Version schwer getroffen hat. Diese sind nämlich in den Google-Suchergebnissen nicht mehr in der Top-Platzierung zu finden. Die Umstellung auf mobil oder noch besser auf ein responsives Design wird somit zum Muss.

Im übertragenen Sinne bedeutet responsives Webdesign „reagierendes Webdesign“. Das Layout der Webseite ist so flexibel gestaltet, dass ein Aufruf auf dem Desktop, Tablet oder Smartphone immer die gleiche Benutzerfreundlichkeit bietet.
Die strikte Trennung einer Mobil- und einer Desktop-Version ist nicht mehr zeitgemäß, da die Nutzung von mobilen Endgeräten stetig steigt. Der Nutzer erwartet überall und jederzeit eine Webseite im perfekten Design.

Flat Design

„Keep it simple“ lautet die Devise, wenn es um die Erstellung von Webseiten geht. Schon seit einigen Jahren heißt es in der Branche „weniger ist mehr“. Auf Spielereien, wie zum Beispiel Flash-Intros wird weitestgehend verzichtet. Stattdessen setzt sich das sogenannte Flat- oder auch minimalistische Design immer häufiger durch. In der Anfangszeit wurden die optischen Bausteine teilweise so stark reduziert, dass nicht immer klar war, was angeklickt werden kann und was nicht. Das hat sich inzwischen wieder geändert.
Heute setzt das Flatdesign auf minimalen Inhalt, dynamische Farben und einfache Typografien. Mindestens genauso wichtig sind aber die Bedürfnisse des Nutzers, der sich gut und schnell zurechtfinden soll. Das gilt auch für Nutzer, die technisch weniger erfahren sind. Vorteilhaft beim Flat-Design sind zudem die hohen Ladegeschwindigkeiten und die einfache Umsetzung auf responsives Design.

Storytelling

Content – also hochwertiger Inhalt – spielt bei der Webseitengestaltung schon lange eine wichtige Rolle. Die Nutzer werden immer anspruchsvoller, schnell zusammengeschriebene Inhalte werden nicht mehr akzeptiert, stattdessen informative Texte mit Mehrwert gefordert.

Unter Storytelling versteht man im klassischen Sinne, dass Werbebotschaften in Form einer Geschichte transportiert werden. Diese Art der Präsentation schafft Nähe und erhöht die Glaubwürdigkeit. Eine Geschichte kann man nicht nur lesen, sondern auch erleben. Storytelling im Webdesign bedeutet, dass der Nutzer mit einem sogenannten Storyboard durch eine Geschichte beziehungsweise einen Prozess geführt wird. Das heißt: Der Nutzer klickt sich durch die Geschichte und folgt zum Beispiel einem interaktiven Verkaufsprozess.

Storytelling funktioniert mit emotionalen Texten, aber auch mit visuellen Elementen. Fotos, Videos oder Animationen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, Geräusche und Musik gewinnen an Bedeutung. Ziel ist es, ein Erlebnis zu schaffen, das unterschiedliche Sinne anspricht.

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