Wearables

Taugt die Smartwatch als Werbeträger?

19.07.2016
Autor: POINT MÜNCHEN

Wearables bieten über die Menge der von den Trägern generierten Daten optimale Targeting-Möglichkeiten, denn solche Daten verraten nicht nur sehr viel über den physischen und psychischen Zustand der Nutzer, ihre Gewohnheiten, Interessen und Bedürfnisse, sondern ermöglichen unter Nutzung des GPS-Signals ein standortbasiertes Anzeigen von Ads und somit hyperlokales Geo-Targeting.

Ein Erfolgsbeispiel für die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zur hoch-individualisierten Werbeansprache gibt das auf Mobile Advertising spezialisierte US-Startup TapSense für die Apple Watch ab. Es gelang, mehrere der neuen Technologien zu einer integrierten Kampagne zu verbinden: Apple-Watch-Träger, die an einer Kaffeehauskette vorbeiliefen, bekamen geobasierte Werbung auf ihre Uhren gesendet, die sich über das Taptic Engine Feature (Benachrichtigungsfunktion durch Vibration) bemerkbar machte. Diese enthielt als Anreiz Wallet Coupons, welche die Kunden direkt auf der Apple Watch via Apple Pay einlösen konnten.

If it´s not smart, don’t do it
Es ist mittlerweile schon ohne Probleme technisch umsetzbar, Sonderangebote und Coupons während des Besuchs im stationären Handelsgeschäft, quasi „im Vorbeigehen“ auf die Smartwatches der Besucher einzuspielen. Sollte dann auch noch z. B. Apple Pay in Deutschland aktiviert werden, kann damit direkt der Bezahlvorgang gekoppelt werden. Convenience at ist best. Den Zielen der Neukundenfindung und Bestandskundenbindung würde das Ausnutzen solcher Werbepotenziale, die Wearables für das Cross-Channel-Retargeting bieten, vor allem angesichts steigender Nutzerzahlen und Benutzungsalternativen sicherlich zuträglich sein.

Es bleibt jedoch die Gefahr, dass die Nutzer bei einer wachsenden Flut solcher interaktiver Kontaktaufnahmen diese recht zeitnah als störend und nervig empfinden werden und das Ganze im negativen Sinne auf den Werbetreibenden zurückfällt.

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