Einzelhandel, Handel, Marketing, Verbraucher

Populäre Pop-up-Stores

16.12.2015
Autor: www.absatzwirtschaft.de, www.abendblatt.de, www.derwesten.de

Wer hat’s erfunden? Russel Miller. Und das wohl ganz zufällig. Dem Geschäftsführer des Modelabels VACANT fiel auf einer Tokio-Reise auf, dass ein Modeladen, der im Begriff war, kurzzeitig zu schließen, plötzlich zum Kundenmagneten wurde. Das war 1999. Ein Jahr später eröffnete er den ersten VACANT Pop-up-Store in New York.

Pop-up-Stores sind Ladengeschäfte, die nur für kürzeste Zeit an einem Ort existieren. Sie verschwinden meist genauso schnell, wie sie aufgetaucht sind. Besonders für kleine Label, unbekannte Künstler oder Designer ist diese Art der Distribution ein Segen. Sie nisten sich für wenig Geld in leerstehende Ladenlokale ein und bieten ihre Ware an.

Künstliche Verknappung weckt Interesse

Vorteil für die Anbieter: hier steht die Ware ganz klar im Fokus, auf POS-Schnickschnack kann (oder muss zwangsläufig) verzichtet werden. Die Kundenkommunikation läuft vorwiegend über Social Media oder Flyer. Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Betreiber eine optimale Kundenfrequenz schaffen. Ein schmaler Grat: Einerseits dürfen nicht zu viele vom exklusiven und begrenzten Angebot erfahren. Andererseits sollten natürlich auch ausreichend Käufer vor Ort sein, so dass am Ende des Tages die Kasse stimmt.

„Eigentlich gibt es das Konzept, seit es Menschen gibt“, meint Pop-up-Store-Experte Philip Schur. Denn seit Menschen miteinander handeln, zögen Händler über die Lande. Wo Kundschaft war, wurde ein Verkaufsstand mehr oder weniger improvisiert errichtet – und fertig war der Pop-up-Store.

IKEA, Adidas und Co. eröffnen Pop-up-Stores

Von New York schwappte die Welle über die großen Metropolen bis in die Provinz. Für allzu ländliche Gebiete ist dieses Konzept allerdings kaum geeignet. Trends werden nun einmal in den hippen Cities gesetzt. Außerdem führt fehlende Laufkundschaft zum schnellen Misserfolg.

Wie so oft sieht man auch die Big Player, wie sie nach und nach auf den Trend-Zug springen: IKEA, Adidas, Tommy Hilfiger oder H&M nutzen Pop-up-Stores vorwiegend als Testmärkte für Produkteinführungen. Und das sehr erfolgreich.

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