Public Relations

Nichts gelernt und den Rest vergessen: der Umgang mit kommunikativen Krisen

30.05.2017
Lonely Businessman Facing Financial Depression
Autor: POINT MÜNCHEN

Die fatalen Ereignisse um eine amerikanische Fluglinie, die im Zusammenhang mit der gezielten Überbuchung von Maschinen, von einem Fettnäpfchen ins andere getreten ist, sollte jedem Unternehmer zu denken geben.

Crisis, what crisis?

Wie gut sind Sie auf die nächste Krise vorbereitet? Was passiert im Worst case? Wie sieht der Notfallplan aus oder gibt es eventuell gar keinen?

Das ist schon der erste Fehler: Krisen sind unausweichlich und sollten dazu genutzt werden, Ehrlichkeit, Kompetenz und Verantwortung zu zeigen. Das ist aber nur dann möglich, wenn man sich auf solche Szenarien strategisch vorbereitet. Wenn es einen Plan gibt, der nicht nur in der Schublade liegt, sondern immer wieder im Sinne von „Notfallübungen“ durchexerziert wird.
Wer sagt was zu welchem Zeitpunkt, wie ist das genaue Wording, wie sind die Eskalationsstufen im Krisenfall? Das sind die wesentlichen Bestandteile der Strategie, die schon weit im Vorfeld eines anzunehmenden Unfalls geplant und erstellt werden müssen.

Schwachstelle Mensch

Der zweite Fehler ist die oft vollkommen unzureichende Schulung der Protagonisten in Bezug auf Krisenkommunikation. Hat die Krise schon angeklopft, dann ist es zu spät, darüber nachzudenken und sich darauf vorzubereiten, wie man den Medien gegenüber das schwierige Thema „verkauft“.

Bis auf wenige Naturtalente reden sich die meisten Manager in Interviews reihenweise um Kopf und Kragen und verschlimmern die ohnehin schon schwierige Situation noch einmal deutlich. Journalisten sind darauf geschult, dem Gesprächspartner das zu entlocken, was sie hören wollen. Wenn man sich unvorbereitet auf dieses Parkett begibt, ist das definitiv zum Scheitern verurteilt.

Oder man sagt aus lauter Angst oder übertriebener Vorsicht gar nichts. Dann schreiben die Medien das, was sie sich aus anderen Quellen holen, gemischt mit dem, was sie sich aus den Fingern saugen. Keine gute Option.

Fazit

Spielen Sie früh genug alle möglichen Krisenszenarien durch, erstellen Sie klare Strategien, wie im Ernstfall vorgegangen wird, was gesagt wird und wer im Unternehmen etwas dazu sagen darf. Und der, der reden darf wird nach allen Regeln der Kunst darauf vorbereitet und geschult, was aus Richtung der Medien auf ihn zukommen wird.

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