Trends

Marketingtrends 2016

16.06.2016
Autor: POINT MÜNCHEN, John Watton/Adobe

Die Marketing-Branche steht in diesem Jahr vor einer massiven Veränderung. Denn der Markt, so wir wie ihn kennen, wird zunehmend technologiegetrieben. Hier ist deshalb ein Überblick über die wichtigsten Marketingtrends, die das Jahr 2016 prägen werden:

Alles dreht sich um Kundenerlebnisse

Marketing 2016 dreht sich hauptsächlich um Erlebnisse. Im digitalen Zeitalter ist die Marke vor allem die Summe der Erlebnisse der Kunden mit ihr. Ja, es geht darum, dem Kunden das zu geben, was er will. Allerdings muss man sich hierbei von der Masse der Wettbewerber abheben und durch gutes Entertainment auffallen. Ansprechende Kundenerlebnisse zu schaffen, egal in welchem Umfeld die Verbraucher sich gerade bewegen – physisch oder digital – ist der Schlüssel zum Erfolg im Jahr 2016. Die Qualität und Originalität des Marketing-Contents ist dabei ebenso wichtig wie die Art und Weise, wie dieser Inhalt übermittelt wird. Die Technologie, um Kunden überall, jederzeit und an jedem Ort zu erreichen, ist mittlerweile weit verbreitet und kein Differenzierungsmerkmal mehr.

Automatisierte Technologie für Echtzeit-Einblicke

Der Wert von Daten als Grundlage persönlicher Kundenbeziehungen im Digital Marketing ist mittlerweile unbestritten. Aber wenn man sich die zunehmende Verbreitung von immer mehr Endgeräten anschaut, kommt man ins Grübeln. Die bereits heute überwältigende Datenflut, die es zu verarbeiten gilt, wächst dadurch noch weiter an. Im Jahr 2016 werden Marken daher vermehrt erkennen, dass das Testen neuer Inhalte und Kampagnen anhand von Live-Traffic ein Ding der Unmöglichkeit ist. Um diesen Prozess trotzdem kontinuierlich und durchgängig zu gestalten, ist der Einsatz automatisierter Technologie unumgänglich. Marketingverantwortliche können hierdurch Insights in Echtzeit nutzen und digitale Werbung über Programmatic Advertising direkt zielgerichtet kaufen oder verkaufen. Damit Unternehmen damit einen Wettbewerbsvorteil erlangen können, müssen die eingesetzten Tools noch genauer und effizienter sein, um mit der Komplexität und Breite der gesammelten Daten sinnvoll umzugehen.

Gefragt sind Experten für vorausschauende Analysen

Wir erreichen 2016 einen Punkt, an dem die meisten Unternehmen sich von der Webanalyse als Diagnosemittel hin zur Vorhersage künftiger Kundenaktivitäten bewegen werden. Nicht genügend Daten zu sammeln war gestern – heute geht es um das Gewinnen von praktikablen Einsichten und anschließendes Handeln. Laut ITJobsWatch haben die Stellenangebote für Experten im Bereich Predictive Analytics innerhalb der letzten zwei Jahre um 241% zugelegt. Es wird erwartet, dass es im Jahr 2016 eine noch höhere Nachfrage geben wird, da immer mehr Unternehmen dieses Thema auf die nächste Stufe bringen wollen. Denn es ist der neue Wettbewerbsvorteil.

Personalisierung bricht mit traditionellen Plattformen

In den letzten Jahren haben die Entscheider im Digital Marketing ihre Ansätze zur Personalisierung weiter verfeinert und jetzt wollen auch traditionelle Medien-Marketingexperten ein Stück von diesem Kuchen abhaben. Denn die Verbraucher sind der Massenwerbung zunehmend müde – auch TV, Video, Radio und Außenwerbung müssen ihren Content in Zukunft für jeden Verbraucher individuell maßschneidern. Das bedeutet eine Anpassung ihres bisherigen Geschäftsmodells und die Integration von positiven Erfahrungen aus der Personalisierung mit einer Detailgenauigkeit, wie sie im Digital Marketing bereits seit Jahren praktiziert wird. 2016 werden die Grenzen der klassischen Werbung also weiter ausgeweitet als jemals zuvor.

E-Mail-Marketing bekommt ein neues Gesicht

Viele Marken werden zu der Erkenntnis kommen, dass sie einen leistungsstarken Marketing-Kanal verlieren, wenn sie ihre E-Mail-Aktivitäten im Jahr 2016 nicht neu beleben. Denn E-Mail ist nach wie vor fähig, mehr Umsatz und eine bessere Kundenbindung zu generieren. Im letzten Jahr hat eine Umfrage gezeigt, dass viele Verbraucher diesen Kanal für Marketing-Angebote bevorzugen. Doch die Tage von Massen-E-Mails sind vorbei. Um die Adressaten bei der Stange zu halten, müssen Marketingverantwortliche die Qualität ihrer E-Mail-Kampagnen über die Quantität stellen und relevante Angebote und Aktionen im jeweiligen Zusammenhang liefern.

Digital Marketing bleibt weiterhin ein gültiger Begriff

Der Ausdruck „Digital Marketing“ wird zwar nicht für immer Bestand haben, aber seine Zeit ist 2016 längst nicht vorbei. Viele Unternehmen werden auch dieses Jahr noch davon reden. In den letzten Jahren haben wir bereits verschwimmende Grenzen zwischen unserer physischen und der Online-Welt gesehen: Die zunehmende Verwendung von In-Store-Technologien (wie iBeacons und interaktive Displays) sind ein gutes Beispiel, wie Digital Marketing sich bereits von den Einschränkungen unserer Computer und mobilen Geräte gelöst hat. So wie „Cloud Computing“ heute oft bereits einfach als „Computing“ bezeichnet wird, werden wir diesen Wandel letztendlich auch im Marketing erleben. Allerdings benötigen Unternehmen, bis alle Marketingverantwortlichen zu Multichannel-Experten geworden sind, noch ausgewiesene Digitalspezialisten, um nicht den Anschluss zu verlieren.

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