Einzelhandel

Liefer-Roboter sollen die Städte erobern

19.07.2016
Autor: POINT MÜNCHEN/ Handelsblatt

Bisher bekamen vor allem die Lieferdrohnen von Amazon, Google oder DHL viel Aufmerksamkeit. Doch inzwischen drängen auch vollautomatische Zustell-Roboter auf den Markt.

Die Vision hat einen Hauch von Science-Fiction: Lieferroboter, die vollautomatisch unterwegs sind und sich die Gehwege mit Menschen teilen. Doch ein Einzelhandelsriese wie Metro (Real, Media-Markt, Saturn) ist sehr interessiert: Er holte das Gefährt des in Estland beheimateten Entwicklers Starship für eine Testlieferung auf das Gelände der Düsseldorfer Zentrale. Das etwa kniehohe Fahrzeug erinnert äußerlich an einen großen Mars-Rover mit Fracht-Fach. Und die amerikanische Pizza-Kette Domino’s hat einen ähnlichen Prototyp entwickelt, der vielleicht einmal Pizzaboten ersetzen könnte.

Die Starship-Roboter können bis zu 15 Kilogramm auf eine Entfernung von fünf Kilometern befördern. Für seine Navigation erfasst das Gerät seine Umgebung mit neun Kameras. Bei bisherigen Tests in anderen Ländern wurden die Roboter meist noch von Menschen mitgesteuert, später soll ein Mitarbeiter 50 bis 100 der Fahrzeuge überwachen und notfalls über das Internet eingreifen können. Starship peilt Kosten von rund einem Dollar pro Zustellung an.

Regulatorische Herausforderungen
Dass aber die Metro den Starship-Roboter bisher nur auf dem Firmengelände fahren lässt, hat auch einen Grund. Nach aktueller Rechtslage bräuchte ein Lieferroboter in Deutschland eine Genehmigung, um draußen unterwegs zu sein. Die Regulierung ist eine zentrale Hürde für die Geschäftsidee, da sie von Land zu Land unterschiedlich ist. In Österreich etwa könne der Roboter sofort auf die Straße, in Deutschland ist der Betrieb solcher Fahrzeuge bisher grundsätzlich nicht geregelt.

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