Werbung

Klassische Werbung – wie tot ist sie wirklich?

27.09.2018
Lesedauer ca. 4:30 Min.
Autor: POINT MINDEN

Als werbetreibendes Unternehmen steht man ständig vor der Aufgabe zu entscheiden, welche Werbemittel und Methoden die besten Ergebnisse bringen. Manche sind der Meinung, dass traditionelle Medien der beste Weg sind, während andere nicht-traditionelle Methoden implementieren möchten, um ein breiteres Publikum zu gewinnen.
Marketing wird dann richtig teuer, wenn man nicht so genau weiß, auf wen man zielt oder wie man seine Zielgruppe erreichen möchte. Durch „Neuen Medien“ (die ja eigentlich auch alles andere als neu sind) wirft sich für viele dann die Frage auf, ob es sich überhaupt lohnt, traditionelle Werbemethoden zu verwenden.

Werbemethoden – was ist eigentlich klassisch?

Bevor wir uns darüber im Klaren sind, ob traditionelle Werbung tot ist oder nicht, ist es wichtig zu verstehen, wie das Portfolio klassischer Werbung überhaupt aussieht. Das traditionelle Zeitalter der Werbung bestand in der Nutzung solcher Kanäle, wie Außenwerbung, Kabelfernsehen, Radio und Zeitungen. Einige zusätzliche Materialien fielen auch unter die Kategorie Werbung, einschließlich Broschüren, Visitenkarten und Briefpapier.

Wenn es um den Aufbau des Images, der Profilierung des Unternehmens und der Identität der Marke ging, war und ist die klassische Werbung bis heute das Mittel der Wahl.

Herkömmliche Werbeformate lassen sich leicht platzieren und sind aufgrund ihrer jahrzehntelangen Nutzung bestens etabliert. In Bezug auf Reichweiten gelten sie als leicht messbare Werbeform.

Neue Werbeformen im digitalen Kontext

Auf der anderen Seite nutzt nicht-traditionelle Werbung, die digitalen Möglichkeiten, um die vielfältigen Botschaften sehr punktgenau und ohne Streuverluste zu senden. Werbebanner, Google-Anzeigen, Social-Media-Aktivitäten in allen Ausprägungen helfen den Unternehmen dabei, potenzielle Käufer zu erreichen, an die sie sonst mit traditionellen Ansätzen nicht herankommen würden.

Ausschließlich auf nicht-traditionelle Werbemethoden zu setzen, ist im Allgemeinen für diejenigen, die nur ein niedriges oder begrenztes Budget zu Verfügung haben, interessant. Sie eignen sich auch hervorragend, um Zielgruppen zu erreichen, wenn man den lokalen und regionalen Radius der Vermarktung verlassen möchte.

Traditionelle Medien sind voller Leben

Auch wenn man es anders vermuten würde, lässt sich anhand der aktuellen Zahlen nachweisen, dass sowohl die traditionelle als auch die nicht-traditionelle Werbung im Gesamten wächst. So haben digitale, nicht-traditionelle Werbemethoden ihre Stärken, wie Kosteneffizienz und Skalierbarkeit, aber auch große Schwächen in der Nachhaltigkeit der Botschaften. Digitale Werbung hat so dermaßen überhandgenommen, dass im besten Fall noch von einer marginalen Toleranz der User gesprochen werden kann. Eine wirkliche Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit den Botschaften findet aufgrund des Information-overflows oft gar nicht mehr statt.

TV-Spots und traditionelle Print-Anzeigen haben weiterhin eine angemessene Reichweite. Es gibt immer noch eine große Anzahl von Verbrauchern, die auch heute regelmäßig traditionelles Fernsehen sehen. Je nach Zielgruppe noch bis zu fünf Stunden am Tag. Obwohl die TV-Nutzung stetig abnimmt, sind die Werte nach wie vor noch relativ hoch. Auch Radiowerbung tendiert nach unten, ist aber immer noch ein effektiver Kanal.

Fazit

Wie bei den meisten Themen in der Business-Welt kann man auch hier festhalten, dass ein Gleichgewicht zwischen den beiden Werbemethoden tatsächlich die höchsten Ergebnisse erzielen wird. Während einige argumentieren, dass traditionelle Werbung stirbt oder bereits tot ist, gibt es tatsächlich mehrere Vorteile, die eine kombinierte Werbestrategie mit sich bringt. Zum Beispiel ermöglicht es die rasante Entwicklung von Werbe- und Tracking-Tools, offline, wie online Kampagnenerfolge zu verfolgen.

Oder sie hilft, dazu beizutragen, die Sichtbarkeit des Unternehmens und der Produkte zu erhöhen, denn damit kann man sich von den Wettbewerbern abheben, die ausschließlich im digitalen Bereich tätig sind.

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