Personalmarketing, Unternehmenskommunikation

HOME-OFFICE – NACH WIE VOR EINE AUSNAHME

26.02.2016
Autor: welt.de, spiegel-online.de, wiwo.de, spielraum.xing.com

Von Marcel Reich-Ranicki weiß man, dass er sich, bevor er im heimischen Arbeitszimmer Platz nahm, mit einem Anzug ankleidete. Erst dann begann für ihn sein Arbeitstag. Home-Office heißt nämlich vor allem: sich organisieren und die richtigen Prioritäten setzen.

Vor ca. 15 Jahren machte ein neuer Begriff die Runde: „Telearbeit“ hieß das neue, heiße Ding, das aber selbst damals schon ein bisschen nach Telespiel und Achtzigern klang. Dank neuer Kommunikationsmöglichkeiten konnten Arbeitnehmer Beruf und Familie nun perfekt miteinander verbinden. Doch so richtig durchsetzen konnte sich die Arbeit von zu Hause auch unter dem neuen Begriff „Home-Office“ nicht. Woran liegt’s?

Viele Arbeitgeber sind nach wie vor misstrauisch und fordern, dass ihre Mitarbeiter anwesend sind. „Home-Office ist eine freie Ermessenssache der Unternehmen“ erklärt die Kölner Rechtsanwältin Nathalie Oberthür. Da haben es unsere niederländischen Nachbarn leichter: seit Juli letzten Jahres haben Angestellte dort einen Rechtsanspruch auf Home-Office. Der Arbeitgeber darf nur mit einer guten Begründung ablehnen.

Profitiert die Familie? Oder leidet sie darunter?
Doch ist Home-Office überhaupt sinnvoll? Die Gefahr der Ablenkung – zum Beispiel durch die eigenen Kinder – ist natürlich hoch. Aber umgekehrt kann auch die Familie unter Home-Office leiden. Wenn Mama oder Papa nämlich nicht gestört werden wollen und der Nachwuchs nur noch im Mucksmäuschen-Modus durch die Wohnung schleicht.
Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte, das weiß auch Arbeits- und Organisationspsychologin Kerstin Till: „Sich mal ein, zwei Tage ausklinken und runterfahren, tut gut.“ Aber tagtäglich von 8 bis 17 Uhr im Home-Office, das schaffen nur echte (Selbst-)Organisationstalente.

Die soziale Kompetenz leidet

Diverse Studien geben Frau Till recht. Sie belegen, dass die Produktivität im Schnitt am höchsten ist, wenn zwischen zwei und zweieinhalb Tage im Heimbüro gearbeitet wird und der Rest der Woche im Unternehmen. Hier können dann Briefings, Schulterblicke, Abstimmungen, aber auch die wichtigen Gespräche an der Kaffeemaschine erfolgen. Denn die sozialen Kontakte dürften unter einer Überdosis Home-Office ebenfalls leiden.

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