Werberecht

Erlaubt und verboten – Werbung mit der Fußball-Weltmeisterschaft

26.05.2014
Autor: POINT MÜNCHEN

Eigentlich ist nichts erlaubt und das ist verständlich. Die WM wird zum Teil durch Sponsoren finanziert und die wollen dafür exklusive Werberechte. Andere wollen von dem Ereignis profitieren, ohne zu zahlen. Von Trittbrettfahrern oder Ambush-Marketing spricht man in diesem Zusammenhang.

Nicht erlaubt ist die Verwendung, Nennung oder Abbildung offizieller FIFA-Marken zu Werbezwecken:

Dazu gehören das offizielle Emblem des FIFA World Cup™ das Maskottchen Fuleco oder der Pokal, aber auch der offizielle Slogan „Al in one rhythm™“. Ebenso wurden viele Begriffe oder Wortkombinationen geschützt, selbst solche banalen wie WM 2014. Wo kein Schutz durchsetzbar war, etwa beim Wort „Fan“, wurden Wortkombinationen geschützt, etwa in Deutschland das Wort „Fan-Fest“.

Die FIFA achtet steng darauf, dass in der Werbung keine Logos oder Signets ohne Lizenz verwendet werden. Auch die Verwendung lizensierter Produkte in einer Schaufensterdekoration ist verboten, außer natürlich, es handelt sich um Verkaufsartikel.

Man darf weder den Eindruck erwecken, lizensierte Produkte anzubieten, noch, Sponsor oder Förderer der FIFA zu sein. Beides könnte vermutet werden, wenn man „WM-Produkte“ anbietet: Das WM-Brot, der WM-Winkelschleifer oder auch nur die WM-Wurst vom Grill für hungrige Kunden sind also tabu.

Eintrittskarten zu WM-Spielen dürfen ebenso wenig verlost werden, auch das bleibt den Sponsoren vorbehalten.

Finger weg von Tippspielen, vor allem, wenn ein Einsatz verlangt wird. Dann kommt noch ein Verstoß gegen das Lotteriegesetz oben darauf.

Das ist erlaubt

Fußballdekos ohne lizensierte FIFA-Produkte und FIFA-Symbole sind möglich, ebenso Aktionen wie „Brasilianische Wochen von…bis“ und aus der WM-Wurst wird dann eben die Fußballwurst, die Fanwurst oder die Stadionwurst.

Public Viewing geht nur unter bestimmten Umständen.

Beraten lassen

Kritisch ist auch die deutsche Lösung „wir unterstützen unsere Jungs mit…“ so oder ähnlich. Auch die deutsche Nationalmannschaft hat Rechte, die sie an Sponsoren vergibt. Sie sollten daher jede örtliche Fußball-Aktion rechtlich überprüfen lassen, zum Beispiel bei Ihrer IHK.

Die IHKs bieten zu diesem Thema Infoabende an oder haben Broschüren aufgelegt.
Hier finden Sie beispielsweise die Broschüre der IHK Nürnberg.

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