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E-Mail-Marketing-Trends 2018

22.02.2018
Lesedauer ca. 10 min.
Autor: POINT MÜNCHEN

Das neue Jahr ist jetzt schon ein paar Wochen alt, und viele Unternehmen suchen nach zeitgemäßen Wegen, um ihre Marketingstrategie strategisch, technisch und inhaltlich aufzupeppen. Sollte eines Ihrer bisherigen Lieblingsinstrumente E-Mail-Marketing gewesen sein, dann könnten diese Tipps Sie interessieren.

Kundenkommunikation über E-Mail war 2017 nach wie vor das bevorzugte Medium zahlreicher Unternehmen und Marken und wird wahrscheinlich auch in Zukunft einen wesentlichen Stellenwert im Marketingmix einnehmen. Dennoch könnte dieses Jahr so einige Überraschungen für den fast 40 Jahre alten Kommunikationsstandard bereithalten, die sich Marketingfachleute auf die Agenda schreiben sollten.

Also lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich und läuten Sie das Jahr 2018 mit ein paar neuen – und alten – E-Mail-Trends ein, die Ihre Marketingstrategie unterstützen und weiter voranbringen können.

1. Personalisierung durch Listen

Personalisierung ist in diesem Zusammenhang definitiv kein neues Thema, allerdings ist es 2018 an der Zeit, den nächsten, logischen Schritt zu gehen. Es geht hier nicht um die Anpassung von Betreffzeilen – das reicht heute nicht mehr aus. Worüber wir sprechen, ist die konsequente Listensegmentierung.

Listensegmentierung gibt es schon eine ganze Weile, sie wird allerdings noch sehr rudimentär eingesetzt. Sie kann den vertikalen Personalisierungsgrad deutlich verbessern, indem die Nutzer in Listen auf der Grundlage von soziodemografischen Merkmalen, Interessen und anderen sinnvollen Daten, die Ihnen und Ihrem Unternehmen zur Verfügung stehen, platziert werden. So können Markenbotschaften und Informationen an die Empfänger gesendet werden, die für die jeweiligen Zielgruppen auch wirklich relevant sind. Wodurch sich die Wahrscheinlichkeit nachweisbar erhöht, dass die E-Mail geöffnet wird.

2. E-Mail-Interaktivität

Als Marketingverantwortlicher sollten Sie dieses Jahr nach Möglichkeiten suchen, Ihre E-Mails interaktiv zu gestalten. Interaktivität hilft hier auf vielfältige Weise: Benutzer können zum Beispiel schneller Bestellungen aufgeben, als Unternehmen können Sie effektiv wichtige Daten sammeln, den Verkaufsprozess verkürzen und ihn damit deutlich, im Sinne des Kunden, beschleunigen.

Mit Blick auf die Zukunft müssen die E-Mails den Empfängern ermöglichen, Bestellungen anzupassen, Artikel in einen Einkaufswagen hinzufügen zu können und in Summe eine positive Interaktion mit der Marke zu erzielen – ohne die ursprüngliche E-Mail-Nachricht zu verlassen. Sollten dann in Folge die Kundendaten von der E-Mail auch noch automatisch auf die jeweilige Unternehmenswebsite transferiert werden, kann das die User-Experience deutlich verbessern.

Das Business-Netzwerk LinkedIn zeigt schon heute, wie das funktioniert: Wenn Sie zum Beispiel eine neue Kontaktanfrage bekommen, dann können Sie diese direkt in der E-Mail ablehnen oder annehmen und sehen auf der Website sofort das Ergebnis Ihrer Aktion.

3. Chatbots

Chatbots existieren schon seit einiger Zeit, im Jahr 2017 konnte man allerdings zum ersten Mal beobachten, wie die digitalen Agenten unter reellen Bedingungen vielversprechende Ergebnisse erzielten. 2018 wird sich diese Entwicklung massiv beschleunigen und qualitativ hochwertige, unaufdringliche Dialoge zwischen dem Unternehmen und seinen unterschiedlichen Zielgruppen ermöglichen.

Richtig eingesetzt, können Chatbots sowohl dem Unternehmen als auch den Kunden einen großen Mehrwert bieten. Als Vermarkter können Sie die aus der Interaktion entstehenden Daten von Ihren Kunden verwenden, um Ihr gutes Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzer und wirkliche Nähe zu demonstrieren. Als Kunde haben Sie einen scheinbar persönlichen Ansprechpartner, der sich Ihrer Fragen geduldig und kompetent annimmt.

Der einzige Haken an dieser Technologie ist allerdings: Chatbots sind keine Selbstläufer, denn wenn die virtuellen Ansprechpartner nicht richtig funktionieren, dann geht der Schuss nach hinten los und man hinterlässt jede Menge verärgerte und unzufriedene Kunden.

4. Künstliche Intelligenz

Über künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) wird schon seit vielen Jahren eher theoretisch diskutiert, jetzt wird es endlich Zeit für den praktischen Einsatz im Feld. Es gibt einen guten Grund, bei diesem Thema genauer hinzusehen: die Technologie kann dabei helfen, zahllose Metriken zu messen und zu antizipieren, wie Kunden mit Inhalten interagieren. Oft auf eine Weise, die der Mensch aufgrund der Komplexität niemals so schnell verstehen würde.

Nachteil: Die meisten kleinen Unternehmen werden sich die technische Infrastruktur nicht alleine leisten können. Das bedeutet, dass sie in ein „as-a-service“-Modell investieren müssen, um funktionierende AI einsetzen zu können. Diese Investition wird sich jedoch durch die damit einher gehende Möglichkeit zur schnelleren Personalisierung der Inhalte auszahlen.

So kann beispielsweise Content für verschiedene Segmente Ihrer Zielgruppen angepasst werden. Mit AI lassen sich die Kosten und vor allem jede Menge Zeit einsparen, die für die schnelle Identifizierung von relevanten Segmenten und damit verbundenen Werbechancen erforderlich sind. Als Resultat können dadurch maßgeschneiderte Inhalte für die Kunden erstellt werden.

5. Integrierte Bilder und Videos

Wie bereits erwähnt, werden die interaktiven Möglichkeiten im E-Mail-Marketing im Laufe des Jahres 2018 deutlich zunehmen. Das bedeutet, dass in der Kommunikation neue Tools und Techniken, wie zum Beispiel GIFs, HTML5 und Videos in die Nachrichten integrieren werden müssen, um die Kunden nachhaltig zu involvieren.

Auch werden massive Änderungen bei diversen E-Mail-Anbietern sowie Updates bei zahlreichen ISPs (Internet Service Provider), in Bezug auf E-Mail-Rendering, E-Mail-Vermarktern und -designern einen größeren kreativen Spielraum in der Entwicklung geben.

Was Sie dazu als Hintergrund noch wissen sollten:

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai 2018 in der EU in Kraft. Wenn Ihr Unternehmen regelmäßig mit Bürgern der Europäischen Union interagiert, dann hat das Gesetz definitiv Auswirkungen auf Sie.

Die Datenschutz-Grundverordnung soll die Datenschutz- und Datenschutzvorschriften zugunsten der Kunden/Nutzer in der EU stärken. Deshalb macht es Sinn, sich genauer in dieses Gesetz einzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, was das für Ihre Kommunikation mit Ihren Zielgruppen bedeutet.

Fazit

2017 stand ganz im Zeichen neuer Technologien. 2018 wird das Jahr sein, in dem wir sie voll und ganz im Einsatz sehen werden. Mit der rasanten Entwicklung AI getriebener Tools werden sich die Möglichkeiten für die Unternehmen und die Erfahrungen der Kunden massiv verändern.

Alles in allem wird das Jahr 2018 ein Jahr intensiver Fokussierung auf Personalisierung sein. Die Unternehmen werden lernen müssen, auf „persönlicher“ Ebene mit den Empfängern in Kontakt zu treten, um eine zielführende, bilaterale Kommunikation zu führen.

Und das sind gute Nachrichten für alle.

Quelle: POINT MÜNCHEN

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