Merchandising

Das große Geschäft mit den kleinen Glücksbringern. Merchandising – woher kommen Fan-Artikel?

26.05.2014
Autor: POINT MÜNCHEN

Die Münchener Abendzeitung spricht von „irren“ 85 Millionen Euro Umsatz des FC Bayern mit Merchandising-Artikeln. Mancher Erstligist würde sich über ein Zehntel dieser Summe freuen.

Anders sind die Dimensionen bei der Fußball-WM. Hier werden weltweit Milliarden-Umsätze mit Fan-Devotionalien erwartet. Allein Panini will mit seinen Sammelbildern mehrere 100 Millionen umsetzen. Ob Fulceo, das Gürteltier-Maskottchen, Trikots, Schals, der offizielle Ball, mit Lizenz der FIFA darf so manches produziert werden, und ohne nichts. Gefälscht wird natürlich auch, was gefragt ist.

Ist der WM-Pokal ein Original?

Schon vor der WM 2010 in Südafrika stellte die chinesische Zollfahndung 1000 gefälschte WM-Pokale sicher. Sie waren für den Export nach Libyen bestimmt und sollten 120 Euro pro Stück bringen. Insgesamt wurden fast 120.000 illegale Fanartikel in Chinas Fälscher-Metropole Yiwu beschlagnahmt.

Yiwu – Merchandising-Hauptstadt der Welt

Yiwu? Nie gehört? Die chinesische Kleinstadt liegt etwa 300 Kilometer südlich von Shanghai. Und hier werden nicht nur Fälschungen produziert und gehandelt, sondern viel Lizensiertes und Genehmigtes. Und eine chinesische Kleinstadt wie Yiwu hat immerhin noch 700.000 Einwohner. Da findet man die schwarzen Schafe nicht so leicht.

Nur eine, aber die wichtigste Einkaufsquelle für Merchandising-Artikel: der Yiwu Großmarkt. Er ist weltweit der größte seiner Art. Kaufen kann man hier nicht, nur Warenmuster anschauen und bestellen. 58.000 Lieferanten präsentieren hier ihr Sortiment, an 365 Tagen im Jahr. Zahlreiche Teilmärkte verleihen dem Chaos Struktur. So gibt es zum Beispiel einen Kunstblumenmarkt, oder einen Markt für Regenbekleidung und Schirme. Und wer glaubt, der Sport-/Outdoor-Markt mit seinen 2000 Ständen sei groß, der sollte sich mal den Spielzeugmarkt anschauen, mit über 6000 Ständen.

Watte statt Plastik?

Erinnern Sie sich noch an die Vuvuzelas (und nicht Uwe Seelers, wie viele von uns anfangs verstanden)? Statt der nervtötenden Plastiktröten entwickelten die Brasilianer Caxirolas, Rasseln aus Recycling-Hartplastik. Sie haben ungefähr die Form von Handgranaten und werfen sich auch so gut. Das fanden verärgerte Fans in einem Meisterschaftsspiel heraus, zu dem testweise einige tausend Caxirolas verteilt wurden. Die Fifa verbot die Dinger.
Hier können Sie sehen, was uns entgeht.

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