Trends

Das Ende einer Ära

22.03.2018
Lesedauer ca. 5
Autor: POINT MÜNCHEN

Was wäre, wenn heute der Anfang vom Ende der Smartphones ist? Das mag angesichts der kürzlichen Einführung von Apples neuesten und wahrscheinlich besten iPhones unverständlich erscheinen.

Was wäre, wenn heute der Anfang vom Ende der Smartphones ist? Das mag angesichts der kürzlichen Einführung von Apples neuesten und wahrscheinlich besten iPhones unverständlich erscheinen. Aber es gibt bereits Beweise für die nächste Technikwelle, die wir am Körper tragen und mit unseren Stimmen befehligen werden. Der Übergang von Smartphones zu intelligenten Wearables – Kopfhörer mit biometrischen Sensoren und Lautsprechern; Ringen und Armbändern, die unsere Bewegung in verwertbare Daten umwandeln; Brillengläser, die Informationen aufzeichnen und anzeigen – werden für immer verändern, wie wir die Welt heute erleben.

Hardware im Übergang

Diese intelligenten Wearables bieten mehr als clevere Hardware. Sie versprechen eine neue Art digitaler Realität. Facebook, Google, Microsoft, Baidu, Alibaba, Snap, Tencent und Apple haben umfangreiche Investitionen in Augmented Reality (AR) angekündigt – ein digitales Overlay über der physischen Welt. AR ist bereits auf unseren mobilen Geräten in Form von Pokémon Go und Snapchat-Filtern aufgetaucht. Aber AR wird noch interessanter, sobald es mit unseren persönlichen Daten interagiert.

Einer der wichtigsten Trends, der sich aus dieser Technologie ergibt, ist One-to-One-Marketing: die Bereitstellung der bestmöglichen Informationen in genau dem richtigen Kontext für jeden Verbraucher, unabhängig von dem Gerät, das er gerade benutzt. Es wird seit Jahren diskutiert, aber erst jetzt konzentrieren sich die großen Technologieunternehmen mit verstärkten Investitionen und jeder Menge Rechenleistung darauf, eine einzigartige, persönliche Erfahrung für alle zu schaffen. Durch die Kombination von Orten und Objekten verknüpft mit unseren Kalendern, unseren Kontakten und sogar unseren biometrischen Daten, wird die kommende AR-Welle individuell für uns entwickelt.

Eine neue Form der Kommunikation

Sobald wir uneingeschränkten Zugriff auf AR haben, werden wir Produkte nicht mehr im Einzelhandel kaufen oder uns über das „klassische“ Internet informieren. Das können wir dann zu jeder Zeit und räumlich uneingeschränkt in jeder Situation unseres Lebens machen. Heutige Umkleidekabinen haben eine Beleuchtung und eine neutrale Farbe, die den Verbrauchern schmeicheln, wenn sie Kleidung anprobieren. Die Umkleidekabine der Zukunft allerdings ist überall, wo es eine Reflexion gibt. Mit AR kann man Kleidung sogar im Büro oder vor einer vorbeifahrenden U-Bahn anprobieren.

Das bedeutet, dass Unternehmen in Zukunft aus einer unendlichen Anzahl von Möglichkeiten herausfinden müssen, welche Stories sie über ihre Produkte erzählen, denn jeder Kunde möchte AR individuell auf sich zugeschnitten erleben. Gesundheitseinrichtungen und medizinische Start-ups, die zum Beispiel AR-Apps und Brillen zur Ausbildung von Ärzten, Krankenschwestern und Technikern einsetzen möchten, müssen berücksichtigen, dass Krankenhäuser nicht alle den gleichen Grundriss haben und dass es unzählige Blickwinkel gibt, aus denen man die zu schulenden Gerätschaften betrachten kann.
Die Mitarbeiter können nur dann in effektiven Prozessen geschult werden, wenn all diese Faktoren berücksichtigt werden. Unternehmen, die Werkzeuge wie Baumaschinen oder Küchengeräte herstellen und verkaufen, werden feststellen, dass AR den Verbrauchern eine gute Möglichkeit bietet, ihre Produkte zu testen – wenn diese Unternehmen die maßgeblichen Kundenanforderungen konsequent berücksichtigen.

Verknüpfung ist alles

Die Technologieunternehmen, die an AR arbeiten, bewegen sich auch zunehmend in Dialogschnittstellen. Egal, ob wir mit Amazon, Siri, Microsoft oder Google sprechen, wir trainieren das System mit dem, was wir ihm an Informationen geben, damit es besser verstehen kann, was wir von ihm wollen. Schon jetzt hat die Software, die das Amazon Echo antreibt, die Grenzen unserer vier Wände verlassen: wir können damit Pizza bestellen, während wir in unseren Autos fahren. Bald können wir uns mittels unscheinbarer AR-Headsets über das Rezept für das abendliche Essen unterhalten, während wir durch den Supermarkt schlendern und dabei die relevanten Produkte in der richtigen Menge scannen und einkaufen, ohne an der Kasse zahlen zu müssen.

Wenn die Sprachschnittstellen weiter ausgereift sind, wird sich dadurch auch ein Dialog in Echtzeit mit den Unternehmen einstellen, in dem wir Fragen zu den Produkten stellen können, genau in dem Zeitpunkt, an dem wir vor ihnen stehen.

Fazit

In nicht allzu ferner Zukunft werden die physischen und digitalen Bereiche komplett ineinanderfließen und sich untrennbar miteinander verbinden. Sie werden auch für technisch weniger ambitionierte Menschen aufgrund einer einfachen und intuitiven Benutzeroberfläche so gut zu bedienen sein, dass die Benutzung komplett in den Alltag integriert ist.

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