Digital, Internet, Mediennutzung, Online-Marketing

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31.07.2018
Lesedauer ca. 6 Min.
Autor: POINT MINDEN

Oder wie sich digitale Informationen nutzen lassen, um passende Inhalte zu generieren

  • Der Hauptgrund, warum Leute Webseiten besuchen, ist Informationen zu finden. Und die Aufgabe von Marken ist es, diese zu liefern.
  • Gute Inhalte zu generieren, ist sicherlich kein einfaches Unterfangen. Aber es gibt mehrere Informationsquellen, die sich anzapfen lassen um herauszufinden, was die Besucher wünschen.

Digitale Empathie

Besucher fragen, Webseiten antworten. Das hört sich einfach an, aber es ist überraschend schwierig, gute Stories zu schreiben, weil es nicht offensichtlich ist, nach welchen Informationen die Besucher suchen. Zum Glück ist die digitale Welt voll von verwertbaren Informationen.

Raten und spekulieren ist an dieser Stelle sicher nicht die beste Option: Fragen Sie Ihre Zielgruppe konkret, welchen Inhalt sie haben möchte und liefern Sie diesen. Werfen Sie einen Blick auf Ihren Browserverlauf im Internet. Surfen Sie durch die Liste der Websites, die Sie kürzlich besucht haben und stellen sich die konkrete Frage: Warum haben Sie die jeweiligen Seiten besucht? Wonach haben Sie gesucht? Haben Sie gefunden, wonach Sie gesucht haben?

Hier sind einige Quellen, an denen Sie die Informationen sammeln können, die Ihre Besucher von Ihnen erwarten.

1. Site-Suche

Wenn Ihre Website über eine Suchfunktion verfügt, können Sie darüber feststellen, wonach Ihre Nutzer suchen. Jede in Ihr Suchfeld eingegebene Suchanfrage wird gesammelt, und anschließend ausgewertet. Sie ist ein Hinweis darauf, was Ihre User suchen, aber nicht finden.

2. Top-bewertete Themen

Marketingleute behaupten oft viel zu schnell: „Haben wir alles schon gemacht.“ Selbst wenn dem so wäre, aber es schon einige Zeit her ist, ist es durchaus opportun, das Thema nochmal aufzulegen. Viele Leser haben die Top-Artikel vor einem Jahr wahrscheinlich nicht gesehen und diejenigen, die sie schon kennen, brauchen vielleicht eine Auffrischung.

Wenn Sie mit Google Analytics arbeiten, dann versuchen Sie mal Folgendes: Legen Sie einen langen Zeitraum fest und überprüfen Sie folgende Parameter: Verhalten> Websiteinhalt> Alle Seiten. Durchsuchen Sie die Spalte für die durchschnittliche Zeit auf der Seite und suchen Sie nach den Artikeln, mit denen die Nutzer am häufigsten interagiert haben.

3. Chat-Protokolle

Wenn Ihre Website über ein Chat-Tool verfügt, sollte jede Frage, die Ihnen jemals gestellt wurde, in den Berichtstools verfügbar sein. Diese Berichte zeigen unter anderem, wo Besucher waren, als sie ihre Dialoge starteten. Was haben sie gefragt und wo haben sie das gefragt?

4. Schlüsselworte

Der erste Schritt in der Suchoptimierung ist die Suche nach Schlüsselwörtern. Wonach sucht die Zielgruppe? Was sind die relevanten Keywords in den Suchmaschinen? Das ist ein weiteres Puzzleteil datengetriebener Empathie; Keyword-Recherche ist ein Akt des Lesens, der Gedanken von Millionen. Innerhalb von Minuten lassen sich dadurch Dutzende von Themen filtern, die für Ihr Unternehmen relevant sein könnten. Viele davon können Informationsdefizite und unbeantwortete Fragen sein, die Ihre Website beantworten sollte.

Google Trends ist ein hervorragendes Werkzeug für die Suche nach Schlüsselbegriffen und Themen. Es zeigt Veränderungen im Laufe der Zeit, regionales Interesse und welche verwandten Themen momentan im Trend sind.

5. Arbeiten Sie mit einem relevanten Influencer zusammen

Denken Sie darüber nach, wem Ihr Publikum vertraut. Wen lesen sie? Wer spricht oder zeigt sich bei relevanten Events? Erstellen Sie eine Shortlist dieser Influencer und bauen Sie Beziehungen zu ihnen auf.

Influencer stehen oft an vorderster Front bei wichtigen Themen. In den Augen Ihrer Kunden ist es deren Aufgabe, die wichtigsten Fragen zu beantworten und ständig mehr oder weniger relevante Informationen zu produzieren. Sie sind nah am Puls der Zeit und können dadurch Trends glaubwürdiger generieren, als Ihnen das als Unternehmen jemals möglich wäre.

6. Wettbewerbsanalyse

Wofür stehen die Mitbewerber? Es gibt Tools, mit denen man diese Recherchen umfassend durchführen kann. Welche Fragen werden auf deren Seiten gestellt und beantwortet? Das können in Summe ganz wesentliche Hinweise auf die wirklich relevanten Themen sein. Gibt es einen FAQ-Bereich?

Einige Mitbewerber beantworten dort auch komplexe und sensible Fragen, wie zum Beispiel die Preisgestaltung. Es ist sicher interessant zu sehen, wie viele Informationen die Mitbewerber bereit sind, zu teilen. Das kann einen selbst eventuell dazu inspirieren, offener zu sein, denn je vager und indirekter die Kommunikation ist, desto weniger überzeugend wird das bei den Kunden ankommen.

7. Input von der Front

Ein guter und konsequenter Austausch von Sales und Marketing bringt Sie deutlich näher an die wesentlichen Themen im Markt. Folgende Fragestellungen helfen hier bestimmt weiter:

  • Wo drückt den Kunden der Schuh und warum zieht er unser Angebot in Betracht?
  • Was sind die wesentlichen Punkte bei der Kaufentscheidung?
  • Welche Alternativen hat der Kunde schon probiert und warum haben sie nicht funktioniert?

Die erste zeigt Ihnen ihren Kontext. Die zweite zeigt Ihnen Ihre Prioritäten. Die dritte macht Ihnen klar, wie Sie unterscheiden müssen. In der idealen inhaltsorientierten Organisation leitet das Verkaufsteam die Fragen der Interessenten konsequent weiter. Das Marketingteam nimmt diese Themen und wandelt sie in Artikel um, die das Verkaufsteam dann bei der Beantwortung zukünftiger Fragen verwenden kann. Das ist der fortlaufende Zyklus von Fragen, Antworten, Themen und Inhalten. Es reduziert sowohl willkürliche Entscheidungen des Content-Teams als auch eine inkonsistente Kommunikation des Vertriebsteams.

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