Quo vadis Weihnachtsgeschäft?

Vertraut man einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, dem Christmas Survey, wird das Weihnachtsgeschäft im Jahr 2017 für den deutschen Einzelhandel zu einem durchaus erfolgreichen Jahresabschluss.

Online oder offline?

Gerade im Weihnachtsgeschäft zählt für viele Menschen noch das haptische Erlebnis, wenn sie sich dafür entscheiden sollen, welche Geschenke sie ihren Liebsten unter den Weihnachtsbaum legen sollen. Der ohne Frage boomende Onlinehandel hat hier nämlich ein nicht zu unterschätzendes Problem: Der Kunde muss bereits vorher wissen, was er kauft, er kann sich nicht wirklich emotional und haptisch inspirieren lassen. Da Weihnachten aber kein pragmatisches Fest mit kühl kalkulierten Einkaufsentscheidungen ist, gewinnt hier der stationäre Handel extrem an Bedeutung.

Für 43 % der Christmas-Shopper ist der stationäre Handel der erste Anlaufpunkt. Sie vertrauen auf eine professionelle Beratung, zum Teil auch auf Sonderangebote, guten Service und vor allem auf das weihnachtliche Einkaufserlebnis vor Ort.
Ohne Frage ist aber, dass Online-Shopping nicht aus dem Rennen ist, sondern weiter an Bedeutung gewinnt, denn jeder zweite Käufer plant, zumindest einen Teil seiner Geschenke im Online-Handel zu kaufen.

Alles wie gehabt

Ganz vorne auf dem Wunschzettel der Weihnachtsgeschenke stehen Bücher, Kosmetikartikel sowie exklusive Pralinen und Süßigkeiten. Die meisten Geschenke werden von Anfang November bis Mitte Dezember gekauft. Die letzten Tage vor Weihnachten nutzt meist nur noch ein kleiner Teil der Verbraucher für seine Weihnachtseinkäufe.

Soziale Netzwerke werden bei der Informationsbeschaffung für den Weihnachtseinkauf immer wichtiger, auch Empfehlungen von Freunden nehmen einen großen Stellenwert ein. Klassische und Online-Medien sind hierbei relativ gleich auf, wobei die Verbraucher die Preise für die Produkte primär online und im stationären Handel vergleichen.

Hop oder top?

Fazit der Studie ist, dass sich die meisten Verbraucher dieses Jahr auf Weihnachten freuen und dazu bereit sind, mindestens genauso viel, wenn nicht sogar etwas mehr für die Geschenke auszugeben, als 2016. Das liegt auch daran, dass die wirtschaftlichen Prognosen für das Jahr 2018 durchaus positiv sind und sich zwei Drittel der Verbraucher auf ein gutes neues Jahr einstellen.

Quelle: POINT MÜNCHEN