Mobiles Weihnachten?

Es ist kein Geheimnis, dass Mobile bei den Einkaufstouren der Verbraucher immer wichtiger wird. Die amerikanische Handelskette Neiman Marcus hat erst vor Kurzem in einer selbst angelegten Verbraucherstudie darauf hingewiesen, wie wichtig die Digitalisierung ist, wenn es darum geht, sowohl die Online-, als auch die stationären Ladenverkäufe voranzutreiben.

Move to mobile

Wenn wir „digital“ sagen, dann meinen wir natürlich in den meisten Fällen mobil. In der Tat wird für viele Händler das Smartphone zur Eingangstüre des Geschäfts. Wenn sich eine gerade veröffentlichte Studie von Adobe Analytics als richtig erweist, wird in dieser Weihnachtssaison ein wichtiger Meilenstein erreicht: Zum ersten Mal besuchen in den USA mehr Käufer die Website eines Einzelhändlers mit einem mobilen Gerät, als mit einem Desktop-Computer.
Da die Conversion rates bei „traditionellen“ Geräten höher liegen, wird die Anzahl der tatsächlichen Einkäufe auf Desktops immer noch einen größeren Anteil einnehmen, als bei einem Smartphone oder Tablet. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das nachhaltig ändert.

Nicht online gehen, online leben

Diese Verlagerung ist tiefgreifend und spiegelt wider, was zahlreiche Studien über die zunehmende Integration von mobilen Geräten in allen Dimensionen des Einzelhandels gezeigt haben. So hat Deloitte zum Beispiel den Einfluss von mobilen Geräten auf den physikalischen Vorgang des Einkaufens nachverfolgt und belegt, dass im Jahr 2016 in den USA annähernd 37 % aller Verkäufe im DIY-Segment von einem mobilen Endgerät eingeleitet wurden. Für 2017 wird prognostiziert, dass die 40 % Marke geknackt wird.

Es scheint, dass es keinen Schritt zurück gibt in der Hinwendung zur mobilen Welt. Wie die Leute bei Google gerne sagen, gehen wir nicht mehr online: wir leben online! Mehr und mehr sind unsere smarten Geräte ein ständiger Begleiter im Einkaufsprozess. Ob es sich um Produktrecherchen handelt, Preise überprüft und verglichen werden, man den nächstgelegenen Laden ausfindig macht, einen Gutschein herunterlädt oder eine Transaktion durchführt – der Einsatz von Mobiltechnologie zur Verbesserung der Kundenerfahrung entwickelt sich von einer Innovation zu gelebten Gewohnheit.

Quelle: POINT MÜNCHEN