Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Für den Unternehmer gilt eine unumstößliche Maxime: Die Einnahmen müssen am Ende des Tages immer die Ausgaben übersteigen. So soll sich jeder eingesetzte Euro mittels einer relevanten Marge dauerhaft vervielfältigen.

Fundamentale Aufgabenstellungen

Warum also sollte ich Geld für Dinge ausgeben, die der Kunde erstmal nicht sieht oder die ich ihm nicht direkt als Mehrwert verkaufen kann? Die Investitionen in ein, in allen Bereichen nachhaltig aufgebautes Geschäftsmodell, sind vielfältig. Das beginnt beim Einsatz ökologisch vertretbarer Rohstoffe in der Produktion, geht über gerechte Arbeitsverträge, bis hin zur Unterstützung von sozialen Einrichtungen und Projekten. Die Aufgaben in der ethischen und nachhaltigen Unternehmensführung sind vielfältig aber perspektivisch gesehen unabdingbar.

Als Unternehmen, egal wo auf der Welt, ist man ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen und – natürlich – wirtschaftlichen Systems. Auch wenn die Politik auf vielen Ebenen steuert und lenkt, so sind doch die Unternehmen in ganz wesentlichem Maße in der Verantwortung, das gesellschaftliche Miteinander nach besten Kräften zu unterstützen und zu fördern und ohne Frage auch in vielen Bereichen zu formen.

Kommunikativ aus allen Rohren feuern?

Im Zeitalter der allumfassenden Information über die digitalen Kanäle wissen meine Zielgruppen heute schneller denn je, ob ich mit gezinkten Karten spiele oder einen substanziellen und kommunikativ offenen Kurs fahre. Ob ich es ernst meine, mit dem was ich über mich, meine Produkte oder Dienstleistungen kommuniziere, bzw. wie ich bei meinen Zielgruppen anhand dessen, was ich anbiete, „erlebt“ werde. Und gerade in diesem Kontext ist es wichtig, dass ich hier dauerhaft eine stabile und verlässliche Rolle als vertrauenswürdiger Partner einnehme.

Und nein, hier gilt nicht der alte Leitspruch: „Tue Gutes und sprich darüber“. Das ist schon aus zwei Gründen nicht zu empfehlen:

1.) Mittlerweile schreiben sich sehr viele Unternehmen das Thema Corporate Social Responsibility auf die Fahnen. Unabhängig davon, wie ernst es der eine oder andere mit diesem Konzept meint, es ist absolut kein Differenzierungsmerkmal mehr.

2.) In unserer heutigen Gesellschaft gilt es als Common Sense, dass sich Unternehmen sozial, gesellschaftlich und ökologisch engagieren, sich diese Aktivitäten offensiv ans Revers zu heften, wird deshalb eher nur für ein Schulterzucken sorgen.

Ausnahmen

Selbstverständlich ist gerade im Bereich des Personalmarketings und hier vor allem in der Disziplin des Employer Brandings eine Kommunikation über die Vorzüge der Arbeitgebermarke sinnvoll, denn gerade im sehr hart umkämpften Markt für qualifizierte Arbeitskräfte muss man sich nicht nur aktiv dem Wettbewerb stellen, sondern auch zeigen, was das Unternehmen für den potenziellen Bewerber zu einer guten Wahl macht.

Konsequent nach innen kommunizieren

Bei aller Vorsicht und Zurückhaltung in der Kommunikation nach außen, sollte man allerdings die Potenziale einer strategischen internen Kommunikation nicht unterschätzen. Mitarbeiter, die stolz darauf sind in einem Unternehmen zu arbeiten, das sich für die wesentlichen gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekte einsetzt und diese auch konsequent umsetzt, sind die besten Mittler, die man für seine Botschaften haben kann.

Dies hat selbstverständlich nicht mit einer klassischen B2C- oder B2B-Kommunikation zu tun, denn die Reichweiten sind natürlich deutlich geringer, je nach Mitarbeiterstärke des Unternehmens. Allerdings ist die Glaubwürdigkeit dieser direkten Zielgruppenansprache genau für dieses so sensible Thema Corporate Social Responsibility von unschätzbarem Wert.

Der richtige Weg

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es heute für jedes Unternehmen unabdingbar sein sollte, Corporate Social Responsibility als zentralen Bestandteil der Unternehmens-DNA zu betrachten. Auch wenn auf den ersten Blick das kommunikative Ergebnis dieser Aktivitäten überschaubar erscheint, so können doch mit einer konsequenten, themenspezifischen Kommunikation, z.B. im Bereich des Personalmarketings, dringend benötigte Punkte eingefahren werden.

Über Mitarbeiter als glaubwürdige Mittler können diese komplexen Themen in nachvollziehbarer Weise an externe Zielgruppen verbreitet werden. Das dauert zwar seine Zeit und erzielt nicht sofort die größtmögliche Reichweite, aber es schafft eine Basis, auf der man in Zukunft gesellschaftliche, soziale oder ökologische Themen strategisch platzieren kann.

Und das rechnet sich dann am Ende des Tages auch ökonomisch, denn das muss, wie eingangs erwähnt, immer das primäre Ziel sein.

Quelle: POINT MÜNCHEN